Neusser Privatschule

Seit 1971

Die digitale Schule

Am 8. Mai war Alard von Buch als Vertretung unserer Schule beim VDP-Bildungsforum in der International School of Düsseldorf. Das Thema: „Unterricht der Zukunft: Digitale Schule wagen“. Er hat die wichtigsten Fragen zur Digitalisierung an der NEPS beantwortet:

Wer hat am Bildungsforum teilgenommen?

Beim Bildungsforum des Verbandes Deutscher Privatschulen (VDP) am 8. Mai waren Partnerschulen, Hersteller und Anbieter aus dem Bildungsbereich bzw. der digitalen Wirtschaft vertreten. Sie haben über die eigenen Erfahrungen und notwendigen Voraussetzungen für die Digitalisierung referiert.

 

Ist das Thema Digitalisierung ein neues Thema an der NEPS?

Nein. Wir beschäftigen uns permanent mit dem Thema Digitalisierung, nicht erst seit der Wahlkampfphase in NRW. Im Bereich der Verwaltung sind wir auf dem aktuellen Stand der Technik, unsere Buchhaltung betreiben wir seit vielen Jahren ausschließlich online über die Datev. Das hat zum Abbau von Bürokratie geführt und spart zeitraubende Arbeitsschritte. Ich vermute, wir sind die einzige Schule in Deutschland, die das so macht. Aber natürlich müssen wir uns in diesem Zusammenhang auch ständig mit den Themen Cloud, Datenschutz und Sicherheit befassen, die eine wichtige Rolle spielen und beachtet werden müssen.

 

Und wie sieht die Digitalisierung im Unterricht aus?

Den digitalen Wandel vollbringt eine Schule nicht, indem sie viele Endgeräte wie Laptops, Tablets etc. anschafft. Schulen bzw. Lehrkräfte sind vielmehr gefordert, die Art zu unterrichten anzupassen. Es müsste eigentlich richtig heißen: „Guter Unterricht in einer digitalen Welt“. Es ist kein Fortschritt, wenn wir an Stelle eines Schulbuches dasselbe Buch als PDF auf dem Tablet lesen. Das spart nur Gewicht und hat den Nachteil, dass die Schüler den Kontakt zum gedruckten Wort verlieren. Davon halte ich nicht viel.

Zu einem guten Unterricht in einer digitalen Welt gehört vielmehr ein passendes pädagogisches Konzept in Verbindung mit gut aufbereitetem Unterrichtsmaterial. Die Schulbuchverlage bieten das alles leider noch nicht in befriedigendem Maße an, daher muss jede Schule das Thema selbst in die Hand nehmen.

 

Wie geht das konkret?

Das Wichtigste ist es, die Lehrkräfte entsprechend zu begeistern und von den digitalen Ideen zu überzeugen. In diesem Punkt ist unser Team gut aufgestellt und vor allem aufgeschlossen. Durch den geplanten Einsatz von digitalen Medien werden wir der stetig wachsenden Anforderung nach differenziertem Unterricht und individualisierter Förderung noch mehr gerecht werden können. Vor ein paar Jahren hat es mit einem Smart Board angefangen und es wird sich immer weiter entwickeln. Ich persönlich bin kein Freund von überhasteten Schritten, werde mich aber der technischen Entwicklung nicht entgegenstellen.

Die weiterführenden privaten Schulen haben außerdem einen eigenen Arbeitskreis gegründet, der an Konzepten für einen guten Unterricht arbeitet – zum Teil erproben wir diese schon. Eine Schule hat bereits (fast) komplett auf Tablets umgestellt, das bringt Vor-und Nachteile. Jeder Schüler geht damit zunächst anders um.

Seit einem Jahr werden die Elternsprechtage an der NEPS über eine Onlineplattform organisiert und verwaltet, was deutlich schneller und einfacher für Eltern und Lehrer ist.

Auch unser Schulverwaltungsprogramm passen wir gerade mit Unterstützung des Herstellers immer weiter an unsere Bedürfnisse an. So laufen alle Buchungen und Einträge zentral zusammen. Außerdem planen wir zurzeit den Testlauf eines digitalen Klassenbuchs (Digitale Schülerakte) – hier warten wir noch auf die Erfahrungsberichte befreundeter Schulen, die das System gerade im Kleinversuch testen. Nach diesen Ergebnissen entscheiden wir, ob wir das System übernehmen.